Im ältesten Fachwerkhaus Göttingens befindet sich seit 2015 das Günter Grass Archiv. Das um 1310 errichtete Gebäude in der Düsteren Straße dient dabei als Ausstellungsfläche für wechselnden Ausstellungen zu Grass’ literarischem und künstlerischem Schaffen. Es ist während dieser Ausstellungen und im Rahmen von Führungen zugänglich. Das Archiv als solches liegt in der Staats- und Universitätsbibliothek und ist dort für Forschungszwecke im Lesesaal des Historischen Gebäudes auf Anfrage einsehbar. ergründet. Beim Literaturherbst 2022 wurde als ein Ergebnis des Forschungsprojektes zur Erfassung des Grass-Archivs das Buch »Grass als Buchkünstler« vorgestellt.

Das Gebäude des Günter Grass Archivs (Düstere Straße 6) ist derzeit nur im Rahmen von Führungen und auf Anfrage geöffnet (michel@steidl.de)

Bücher brennen!
Szenische Lesung der stillen hunde zur Bücherverbrennung

In ihrer szenischen Lesung zeichnen die stillen hunde den Gang der Ereignisse rund um den 10. Mai 1933 nach. Die Performance ist ein akustisches Bild der Zeit vor und nach den deutschlandweit durchgeführten Bücherverbrennungen und gibt dabei eindrückliche Einblicke in die ideologischen, wie auch organisatorischen Zusammenhänge. Neben dem Wortlaut der lokalen Berichterstattung sind Reportagen von anderen Brandorten zu hören, werden Äußerungen von Tätern wiedergegeben und die Sicht der Opfer vermittelt.

10. Mai 2024
19 Uhr, Einlass 18.30 Uhr

Günter Grass Archiv
Düstere Straße 6, Göttingen

Eintritt
10 – 15 €
3 - 5 €, ermäßigt

Reservierungen 
michel@steidl.de

Einladungskarte
als .pdf-Datei

Eintrag auf kulturis
kulturis.online

WoQua nebst KuQua
Wohnungsgenossenschaft in der Düsteren Straße

Wie schön und spannend zugleich. Sie kennen bestimmt das brachliegende Areal am Ende der Düsteren Straße, hinter der Mauer, umgeben von Turm- und Hospitalstraße? Also nicht etwa unsere grüne Wiese, sondern den asphaltierten Parkplatz mit dem etwas desolaten, grauen Fachwerkbau, dem sog. Meininger-Haus (gerüchtehalber das ehemalige Scharfrichterhaus). Angrenzend der Hof eines ehem. Malermeisterbetriebs mit alter Remise an der Stadtmauer. Beides - leider bis auf den Parkplatz - seit Jahren ungenutzt.

Dort, auf diesem Areal entsteht bald neues Leben. Ein engagiertes Team um Dorothee Sandmann möchte gleich neben, beinahe im Kunstquartier das Wohnquartier Göttingen verwirklichen. Dabei wird sich an das Meinigerhaus ein Neubau schmiegen und modernen Wohnraum für die neuentstehende Wohnungsgenossenschaft bieten. Wer doch lieber den Charme alten Fachwerks bevorzugt, kann auf das dann sanierte Meinigerhaus mit Leben füllen. Beides verbindet zukünftig eine liebevolle Gartenlandschaft zwischen den Gebäuden und der Stadtmauer.

Infoveranstaltungen im Günter Grass Archiv
Samstag, 2. März 2024, 13 Uhr
Donnerstag, 7. März 2024, 17 Uhr
Mittwoch, 20. März 2024, 17 Uhr
Samstag, 6. April 2024, 13 Uhr
Samstag, 27. April 2024, 13 Uhr

Günter Grass Archiv
Düstere Straße 6

Rücksprache
Dorothee Sandmann
WoQua Göttingen
Generationenübergreifendes Wohnprojekt im Quartier (WoQua) e.G. i.Gr.
Hospitalstraße 24 - wohnraumstadt@gmail.com


Stadtradio Göttingen
4. April 2024, Neues Wohnprojekt in Göttingen: Das Wohnquartier in der Düsteren Straße
stadtradio.de

Bisherige Ausstellungen im Günter Grass Archiv

Hans Grunert. Was übrig bleibt.
Literaturherbst 2023. 22.10.2023 - 7.1.2024


Jim Dine & Theseus Chan. The Illuminations.
17.7. - 17.9.2023

Der Tanz der Buchstaben. Günter Grass: Grimms Wörter.
Literaturherbst 2022. 21.10.2022 – 8.1.2023

Windbruch und Wortbruch. Günter Grass: Totes Holz.
9.7. – 25.9.2022

Günter Grass: Werke. Neue Göttinger Ausgabe.
Literaturherbst 2020. 18.10. – 15.11.2020

Ihr wisst mehr als ihr wisst. Handwerk.
mit dem Forum Wissen. 5.4. – 17.11.2022

Fotografien von Orhan Pamuk.
Literaturherbst 2018. 13.10. – 2.11.2018

Heinrich Böll. Zum 100. Geburtstag.
Literaturherbst 2017. 14.10. – 4.11.2017


Günter Grass: Vonne Endlichkait.
Eröffnung des Grass Archivs. 12.6. – 28.8.2015

Foto: Hans Grunert, Ausstellung "Vonne Endlichkait", 2016.

Das Günter Grass Archiv als Archiv ist vor allem das verlagsseitige Archiv der Zusammenarbeit zwischen Günter Grass mit seinen Verlegern Luchterhand (1956-1986) und anschließend insbesondere mit Gerhard Steidl (ab 1985). Nachdem Steidl 1986 den Band "In Kupfer, auf Stein", quasi ein Werkverzeichnis der Druckgrafik von Günter Grass, herausbrachte, führten beide ihre Zusammenarbeit bis zu Grass' Ableben fort. Dabei widmeten sie sich vor allem auch dem künstlerischen Schaffen von Günter Grass und entwickelten eine Art des gemeinsamen Büchermachens, die prägend für die weitere Arbeitsweise des Steidl Verlages wurde. Die Materialien, wie Typoskripte, Zeichnungen, Entwürfe, die in der Arbeit von und mit Grass angefallen sind, wurden vom Steidl Verlag gesammelt und 2015 der Universität Göttingen zur weiteren Erforschung übergeben. Dies führte zur systematischen Sichtung, Verschlagwortung und schließlich Inventarisierung aller Archivalien in der Kalliope-Datenbank.

Das Grass Archiv Göttingen in der Kalliope-Datenbank
Cod. Ms. Grass-Archiv

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt
Informationsseite der SUB Göttingen
Fundstücke aus dem Göttinger Grass-Archiv. Blog.

Foto: Gerhard Steidl

Heinrich Detering, Lisa Kunze (Hg): Grass als Buchgestalter, Steidl 2022.

Vergangene Veranstaltungen im Günter Grass Archiv

18. Jan. 2024
Mascha Kaléko & Gertrud Kolmar
Lyrikabend mit Andreas Jessing


31. Juni 2023
eben lacht es, bums da weint es.
Szenischer Liederabend mit Chansons von Friedrich Hollaender


16. April 2023
eben lacht es, bums da weint es.
Szenischer Liederabend mit Chansons von Friedrich Hollaender


28. Januar 2023
offene Lesebühne
mit Marielle Moll und Joachim Linn

Günter Grass Archiv
Düstere Straße 6
Göttingen

Rückfragen
Michel Graver
michel@steidl.de

Das Günter Grass Archiv Göttingen ist eine Einrichtung der Universität Göttingen (Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Zentrale Kustodie) und des Steidl Verlages. Diese Seite dient der Information über Aktivitäten im Gebäude des Grass Archivs und wird im Rahmen der Arbeit der Kulturmaps Göttingen und der regionalen Vermittlung des Steidl Verlages bespielt.

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